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Am Anfang war das Feuer
Wer könnte sich schon die Geschichte der Menschheit ohne das Feuer vorstellen. Schon Heraklit meinte: "Das Feuer ist eigentlich alles", und auch später Charles Darwin hielt es für die "größte Entdeckung, die "jemals von Menschen mit Ausnahme der Sprache gemacht wurde", eine Entdeckung, die letztlich "älter als der Anbruch der Geschichte" sei. Es ist wohl nicht übertrieben, dass die Zähmung des Feuers im eigentlichen Sinne den Augenblick der Menschwerdung markiert.
Denn erst als der Mensch lernte, das Feuer wirklich zu nutzen und damit nicht mehr zu fürchten, begann die eigentliche Loslösung vom Tier. Genau hier ist der Anfang der Kultur gemacht. Seit Menschen Gedenken steht das Feuer deshalb für Kraft des Geistes, es wird als reinigend und heilend verehrt, es steht für Liebe und Leidenschaft. Alle Kulturen huldigen dem Feuer in ihren Mythen. Und überall kennt man dabei den Zwiespalt zwischen Faszination und Furcht vor dem Feuer. Im alten Indien galt das Feuer als das heiligste aller Dinge. Auch in Ägypten war der Sonnengott Re das ranghöchste Mitglied im Pantheon, dem Tempel aller Götter. Dem Volk der Mayas brachte der Gott Tohil das wärmende Feuer. Nach der griechischen Vorstellungswelt war dies Prometheus. Neben dem spirituellen Aspekt des Feuers wird ihm jedoch in vielen Kulturen auch ein ganz praktischer zugeordnet. Meist sind die Götter des Feuers so zugleich die Schutzheiligen des Handwerks, der Schmiedekunst, wie etwa der griechische Hephaistos oder der nigerianische Ogun. In Laufe der Zeit bändigten die Menschen das Feuer auf verschiedenste Weise. Angefangen beim einfachen mit Steinen umgebenen Lagerfeuer bis hin zum kunstvoll geschmiedeten Feuerkorb, der zum Beispiel beim ersten Leuchtturm in Alexandria zum Einsatz kam und der Seefahrt damit Sicherheit und Orientierung gab. Auch stand der Feuerkorb in der Mitte damaliger Versammlungen um Licht, Wärme und damit Kraft zu spenden. Auch im Mittelalter wurde dem Feuerkorb eine vielseitige Bedeutung zugesprochen. Die Burgen stellten vor ihren Toren immer mehrere Feuerkörbe auf, um dadurch Macht aber auch für Schutzsuchende die einladende Wärme zu demonstrieren.
Unserer modernen technisch-industriellen Zivilisation sind diese Elementarerfahrungen weitgehend verloren gegangen. Das Urelement Feuer ist in unserem Alltag kaum noch wirklich präsent. Vielleicht begeistern uns auch deshalb die Feuersymboliken der Mythen so sehr. In ihnen kommt, bei aller uns eigenen Entfremdung, nicht zuletzt die soziale Wärme auf, die wir spüren, wenn wir - wie die Indianer - um ein Lagerfeuer sitzen oder uns, obwohl das alte Herdfeuer kaum noch wirklich vorhanden ist, zum gemütlichen Plausch um einen brennenden Feuerkorb versammeln.
So wollen wir mit unseren verschiedenen Feuerkörben auch eines: die friedliche Vision eines Lebens aus und mit dem Feuer wach halten. Seien Sie eingeladen zu einer Entdeckungsreise in feurige Welten und hoffentlich springt beim Erleben unserer Angebote bei Ihnen auch ein kleiner Funke über.
Ihr Kandeko Team



